Umfrage: Kant-Experten

Wo die eigenen Kompetenzen versagen, können vielleicht andere weiterhelfen. Also: Ich würde gern wissen, wer sich in der deutschsprachigen Politischen Theorie mit Kant beschäftigt. Die Unterscheidung zwischen Kant-Exegese und Kantianismus ist dabei erstmal zweitrangig. Ich selbst bleibe immer bei Bernd Ladwig und Peter Niesen stecken. Mehr fällt mir nicht ein.

Innovative Zugänge zu Kant würden den Platz auf der Kandidatenliste erhöhen. Apropos Liste, ich hätte die Nennung auch noch gern in Form einer hierarchischen Topliste…

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10 Antworten zu Umfrage: Kant-Experten

  1. HaukeBehr schreibt:

    1. Volker Gerhardt – HU Berlin
    2. Otfried Höffe – Tübingen
    3. Dieter Schönecker – Siegen
    4. Ludwig Siep – Münster
    5. Rüdiger Bittner – Bielefeld
    6. Wilfried Hinsch – Aachen

  2. kingsarmy schreibt:

    Don Gomez: Bin mir nicht sicher, dass Ladwig als Kantianer durchgehen kann, zumal er nicht viel über Kant veröffentlicht hat. Die Frage ist letztlich, wie weit oder eng „Kantianismus“ definiert wird.

    HaukeBehr: Das sind keine Professoren für Politische Theorie. Mir fallen ansonsten nur Niesen und Seubert ein.

  3. cord schreibt:

    Kommt ein wenig darauf an, was Du mit den Leuten machen möchtest. Bei den Philosophen ist die Liste der Kantianer natürlich sehr lang, zu denen die Hauke Behr genannt hat würde ich noch Christoph Horn, Bernd Ludwig (Bernd Ladwig ist hingegen entschiedener nicht-Kantianer), Corinna Mieth, Heiner Klemme und Marcus Willaschek nennen (ohne Anspruch auf Vollständigkeit…).
    In der politischen Theorie fällt mir auch als erstes Peter Niesen und sein Assistent Oliver Eberl ein.

    • Don Gomez schreibt:

      Danke Cord! Oliver Eberl hatte ich auch noch auf dem Schirm. Und da ich erst einmal nicht zwischen Kant-Exegeten und Kantianern unterscheide, würde ich Bernd Ladwig mit zu dem gesuchten Personenkreis zählen wollen.

    • kingsarmy schreibt:

      Cord, würdest Du behaupten wollen, dass der John Rawls von „A Theory of Justice“ ein Kantianer war? Wenn er es war, dann sind es möglicherweise auch viele zeitgenössische pol. Theoristen, die zwar selten Kant zitieren, aber die Idee der „Menschenwürde“ oder der „Autonomie“ in den Mittelpunkt ihrer Konzeptionen gestellt haben. Vielleicht auch Ladwig?

  4. Monex schreibt:

    Das erinnerte mich an insrsid746510 Kant.quote s insrsid746510 93Idee zu einer allgemeinen Geschichte in weltbuergerlicher Absicht94 die ich mir daraufhin noch einmal durchgelesen habe. Kant meint dass auch die .. insrsid746510 Fortschritts-Tendenzen insrsid746510 als der Natur selbst innewohnende Tendenzen insrsid13453411 anzusehen seien und im 93Ewigen Frieden94.. Der Tarif kann einfach sein insrsid2455979 M insrsid2455979charrsid16653381 itgebrachte insrsid2455979 Waffen werden so be insrsid2455979charrsid16653381 ..zahlt wie ein Fabrikant von Kriegsmaterial insrsid2455979 insrsid2455979charrsid16653381 sie bezahlt bekaem.

    [Hier ist irgendwas schief gegangen. Ich war so frei, mal den übriggebliebenen Text zu rekonstruieren, auch wenn das gegen Ende nicht gelungen aussieht, DG]:
    Das erinnerte mich an Kants Idee zu einer allgemeinen Geschichte in weltbuergerlicher Absicht, die ich mir daraufhin noch einmal durchgelesen habe. Kant meint dass auch die Fortschritts-Tendenzen als der Natur selbst innewohnende Tendenzen anzusehen seien und im Ewigen Frieden. Der Tarif kann einfach sein Mitgebrachte Waffen werden so bezahlt wie ein Fabrikant von Kriegsmaterial sie bezahlt bekaem.

    [Ups, ist Spam. Weil der Spammer sich aber mit der gezielten Platzierung so viel Mühe gegeben hat, ist es glatt wert, den Kommentar stehen zu lassen. Ohne Spam-Link natürlich.]

  5. cord schreibt:

    Kingsarmy, bei Rawls und vielen anderen zeitgenössichen liberalen Philosophen und Theoretikern (ich denke z.B. an Scanlon, Pogge, Habermas usw. usf.) würde ich dir sofort zustimmen. Bei Bernd Ladwig liegen die Dinge allerdings anders, da im Zentrum seiner Konzeption moralischer Rechte weder Menschenwürde noch Autonomie stehen (erstere ergibt sich ja bei den Kantianern aus zweiterer) sondern Interessen (von denen Kant nicht viel gehalten hat). Daraus ergibt sich wiederum, dass Ladwig stets ein offenes Ohr für konsequentialistische Argumente hat, was ihn zumindest zu einem sehr unorthodoxen Kantianer machen würde.
    Davon abgesehen kann glaube ich niemand ernsthaft normative politische Theorie betreiben, ohne Kants Argumente ernst zunehmen, und wo geboten, sich an ihnen abzuarbeiten. Wenn das das Kriterium ist, dann sind wir irgendwo alle Kantianer.

    • Don Gomez schreibt:

      „…ohne Kants Argumente ernst zunehmen, und wo geboten, sich an ihnen abzuarbeiten. Wenn das das Kriterium ist, dann sind wir irgendwo alle Kantianer.“

      Es wäre zumindest mein Kriterium für die Zusammenstellung der Liste. In seinem Aufsatz in der ZPTh arbeitet er sich ja auch an Kant ab.

  6. Pingback: Abstimmung: Kant-Experten | Is that yoga?

  7. kingsarmy schreibt:

    Cord, danke für Deine Erläuterung.

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