Mißbrauchsgebühr am Bundesverfassungsgericht

Das beckblog vermerkt ganz lakonisch, daß €300 dann fällig werden, wenn dem Bundesverfassungsgericht Verfassungsbeschwerden vorgelegt werden, in denen zur Begründung Tränen von „Richter Bärli“ verkündet werden und die Relevanz der Beschwerde u.a. damit dargelegt wird, daß in der Bundesversammlung alle Mitglieder blaue Kleidung tragen.

Max Steinbeis dagegen sieht das Ganze schon etwas kritischer und wünscht sich neben mehr Humor am Gericht auch etwas Menschlichkeit und Einfühlungsvermögen in die Welten psychisch Kranker. Die Mißbrauchsgebühr sei für etwas anderes eingeführt worden: profilsüchtige Anwälte. Andererseits, so könnte gegen Steinbeis‘ Plädoyer eingewendet werden, trägt die Profilierungssucht bereits die psychopathologische Verformung im Namen. Insoweit behandelt das Gericht vielleicht doch Gleiches gleich und Ungleiches ungleich.

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